Der Moringa oleifera ist als Wunderbaum bekannt, da alle Teile der Pflanze für verschiedene Zwecke verwendet werden können und die Blätter und Früchte einen hohen Nährwert haben und medizinisch genutzt werden können. In Entwicklungsländern wird der Baum regelmäßig auf Plantagen angepflanzt, um der Unterernährung der Bevölkerung entgegenzuwirken. Die Art ist sehr trockenheitsresistent, sodass sie sich beispielsweise sehr gut für die Anpflanzung in Afrika und Indien eignet. Die noch nicht ausgereiften, grünen Früchte werden vor allem in asiatischen Gerichten verwendet, während die Samen als Nüsse gegessen oder zu Behenöl verarbeitet werden können (sie enthalten 30-40 % Öl). Die Samen haben auch eine reinigende Wirkung, sodass sie verschmutztes Wasser trinkbar machen können. Auch die Blüten können gekocht und die Blätter wie Spinat gegessen werden. Die Blätter enthalten viele Vitamine und Mineralien und können auch getrocknet für Tee verwendet werden.
Die Art kann in der Natur 12 Meter hoch werden, kann aber bei uns als Kübelpflanze gehalten werden. Sorgen Sie für sandigen Boden und schützen Sie die Pflanze im Winter vor Frost. Sie wächst schnell und bevorzugt einen Standort in der Sonne. Die Pflanze stammt ursprünglich aus den südlichen Hängen des Himalaya im Nordwesten Indiens. (Nicht zu verwechseln mit dem anderen Wunderbaum oder auch Wunderölbaum (Ricinus communis), dessen Samen sehr giftig sind!)
Aussaatbeschreibung: Samen über Nacht in lauwarmem Wasser einweichen und anschließend bei 20-25 °C in Saat- und Stecklingserde aussäen. Boden konstant feucht halten (nicht nass), dann erfolgt die Keimung in der Regel innerhalb weniger Wochen.
Foto 1: Iaminfo (CCA-3.0 Wikipedia)
Foto 2: Forest und Kim Starr (CCA-3.0 Wikipedia)
Foto 4: Camps International Africa (Muhaka Trust House Farm)