Die Hülsen dieser Pflanze werden Johannisbrot genannt und kommen vor allem im Mittelmeerraum vor. Sie haben einen hohen Nährwert und werden unter anderem geröstet und zu Johannisbrotpulver gemahlen: eine Alternative zu Kakao. Außerdem werden daraus verschiedene Liköre und Sirupe hergestellt. Aus den Samen wird Johannisbrotkernmehl gewonnen, das als Verdickungsmittel unter der E-Nummer E410 verschiedenen Produkten zugesetzt wird. Vor allem aber sind die Samen dafür bekannt, dass sie immer genau 0,2 Gramm wiegen: 1 Karat. Daher wurden sie früher unter anderem zur Gewichtsbestimmung von Diamanten und Gold verwendet. Karat kommt vom griechischen Wort kerátion, was kleines Horn bedeutet und sich auf die Hülsen des Johannisbrotbaums bezieht. Der Baum kann in der Natur leicht 15 Meter hoch werden, aber wir können die Art als Kübelpflanze bei mindestens -6 Grad Celsius halten. An einem geschützten Standort kann die Pflanze möglicherweise im Garten überwintern. Die Art ist in der Regel zweihäusig, sodass mindestens zwei Pflanzen erforderlich sind, um Hülsen zu erhalten.
Aussaatbeschreibung: Samen kurz mit heißem Wasser übergießen und anschließend 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen. In Saat- und Stecklingserde aussäen und bei 22-25 °C keimen lassen. Dabei die Erde ständig feucht halten.
Foto 2: Nevit Delmen (CCA-3.0 Wikipedia)
Foto 3: TreesOfTheWorld.net via Flickr