Der Muskatbaum wächst von Natur aus auf den Banda-Inseln in Indonesien, wird heute aber in mehreren tropischen Gebieten angebaut. Die Samen des Muskatbaums sind nämlich die Quelle zweier beliebter Gewürze: Muskatnuss und Muskatblüte. Schätzungen zufolge werden diese Gewürze bereits seit 3500 Jahren in Indonesien zum Kochen verwendet, aber ab dem 17. Jahrhundert wurden sie auch von anderen asiatischen Küchen entdeckt. Muskatnuss wird durch Zerkleinern der Samen gewonnen und Muskatblüte ist die getrocknete Samenschale. Diese Samenschale ist frisch leuchtend rot gefärbt und bildet einen schönen Kontrast zu den großen, glänzenden, braunen Samen. Die Samen befinden sich jeweils in einer gelben Frucht, die sich bei der Reife in zwei Hälften teilt. In den Tropen wächst der Muskatbaum bis zu einer Höhe von etwa 15 Metern, und die ersten Früchte bilden sich ab einem Alter von etwa 7 Jahren an weiblichen Bäumen. Männliche Bäume sind für die Befruchtung notwendig, wobei vor allem Käfer den Pollen der kleinen, weißen Blüten übertragen. Die Art kann außerhalb der Tropen als dekorative Zimmerpflanze gehalten werden. Die Fruchtbildung wird dabei schwierig sein, aber es ist eine interessante und historische Art, die man selbst züchten kann.
Aussaatbeschreibung: Die Samen zunächst an einer Stelle mit Sandpapier abschleifen, bis ein Farbunterschied sichtbar wird. Anschließend 24 Stunden in Wasser einweichen und in Saat- und Stecklingserde aussäen. Die Erde konstant leicht feucht halten und an einen warmen Ort stellen (25-30 °C sind optimal). Die Keimung erfolgt in der Regel nach einigen Wochen, kann aber auch länger dauern, solange der Samen hart ist.