Die Lamba ist eine besondere Zimmerpflanze mit faszinierenden Eigenschaften. Die Art ist in Südostasien, von Bangladesch bis zu den Philippinen, beheimatet und wächst als kleine krautige Pflanze auf dem Waldboden. Die Blätter wachsen aus einem unterirdischen Rhizom und jedes Blatt kann etwa 1 bis 1,5 Meter hoch werden. Aufgrund ihres rauen, gerippten Aussehens können sie leicht mit Palmblättern verwechselt werden.
Die Blüte der Lamba kommt direkt aus dem Boden an der Blattbasis. Sie bleibt klein, etwa 10 cm, und hat kleine gelbe Blüten. Nach der Blüte bilden sich kleine weiße bis grüne Früchte, die das faszinierendste Merkmal der Pflanze sind. Diese essbaren Früchte sind unglaublich süß und können Ihren Geschmack für kurze Zeit verändern. Dies liegt an dem Protein Curculin, das bis zu 500-mal süßer ist als gewöhnlicher Haushaltszucker. Curculin sorgt dafür, dass saure Geschmacksrichtungen süß werden, sodass eine Zitrone nach dem Verzehr einer Frucht wie eine süße Orange schmeckt. Dieser Effekt kann bis zu 10 Minuten anhalten. Diese bemerkenswerte Eigenschaft, kombiniert mit den palmenartigen Blättern, macht die Lamba zu einer schönen Bereicherung für jede Pflanzensammlung. Die Pflanze ist empfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen und sollte daher im Haus gehalten werden (mindestens 15 °C). Die Pflanze gedeiht gut in fruchtbarem, gut durchlässigem Boden und an einem hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Aussaatbeschreibung: Samen zunächst 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen und dann flach in Saat- und Stecklingserde aussäen (nur leicht mit Erde bedecken). Erde konstant leicht feucht halten und bei 25-30 °C keimen lassen. Keimung nach einigen Wochen bis Monaten.